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Zahl der Erwerbstätigen

Mainz. In der Wirtschaftskrise ist der Anteil der weiterbildenden Betriebe gesunken. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Mit 45 Prozent lag der Anteil der Betriebe, die ihren Beschäftigten regelmäßig Weiterbildungen anbieten, im Jahr 2009 vier Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Zeitraum von 1999 bis 2008 war der Wert von 39 Prozent auf 49 Prozent angestiegen. Vielen Arbeitgebern würde es in der aktuellen Situation schwer fallen, die mit der Weiterbildung verbundenen Aufwendungen zu tragen, schreiben die IAB-Forscher Lutz Bellmann und Ute Leber. In den Betrieben jedoch, die auch im Krisenjahr 2009 Weiterbildungen angeboten haben, hat sogar ein etwas größerer Teil der Belegschaft teilgenommen als ein Jahr zuvor: Der Anteil stieg hier von 33 auf 35 Prozent. „Es ist anzunehmen, dass dies insbesondere auf solche Unternehmen zutrifft, in denen Weiterbildung integraler Bestandteil der Personalentwicklung ist. Hier werden möglicherweise die zeitlichen Freiräume in Phasen nicht voll ausgelasteter Produktionskapazitäten dazu genutzt, mehr Mitarbeiter als sonst üblich zu qualifizieren“, so Bellmann und Leber. Arbeitgeber, die Weiterbildungsveranstaltungen anbieten, würden ihren Beschäftigten das positive Signal senden, dass sie diese trotz der gegenwärtigen Probleme weiterbeschäftigen wollen. Dies wiederum könne die Motivation und Leistungsfähigkeit stärken, argumentieren die Arbeitsmarktforscher. Der Großteil der Betriebe übernimmt die Qualifizierungskosten. In der Wirtschaftskrise ist dies sogar noch häufiger als vorher der Fall. Haben 2007 erst 69 Prozent der Unternehmen Weiterbildungen vollständig bezahlt, so stieg der Anteil 2009 auf 74 Prozent.

Fotohinweis: © Rainer Sturm/PIXELIO auf www.pixelio.de

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