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Richter erlauben Gehaltsgespräche unter Kollegen

Mainz. Unter Kollegen dürfen sich Arbeitnehmer auch dann über ihre Gehälter unterhalten, wenn im Arbeitsvertrag eine diesbezügliche „Schweigeklausel“ vereinbart wurde. Das hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Auslöser: Ein Mitarbeiter war von seinem Arbeitgeber abgemahnt worden, weil er sich mit Kollegen über sein Gehalt ausgetauscht hatte. Diese Abmahnung kassierten die Arbeitsrichter. Die Schweigeklausel im Arbeitsvertrag sei als unangemessene Benachteiligung (Paragraf 307 BGB) des Klägers zu werten, da dieser einen möglichen Verstoß des Arbeitgebers gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz nur dann aufdecken könne, wenn er mit anderen Beschäftigten über die Höhe des Gehalts reden dürfe. Zudem verstoße die vertragliche Verschwiegenheitspflicht auch gegen das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit, befanden die Richter. So dürften gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer gegenüber ihrer Gewerkschaft keine Angaben zur Lohnhöhe machen, wodurch sinnvolle Arbeitskämpfe unmöglich gemacht würden.

Fotohinweis: © Ernst-Rose/PIXELIO auf www.pixelio.de

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