46 Jobs | 974661 Resumes

Stilvolle Alternative beim Firmenwagen: Oldie statt Flottenfahrzeug

Mainz. Man fühlt sich manchmal schon wie auf einem Werkslager, wenn man über manche Firmenparkplätze geht. Reihenweise Autos mit Ringen, Sternen oder Nieren am Kühler, alle in Business-Standardfarben, so individuell wie „der dunkelgraue Anzug“. Hier bietet das deutsche Steuerrecht jedoch eine Alternative zum Ausbrechen aus der Einheitlichkeit: Ein Oldtimer kann auch als Firmenwagen eingesetzt werden. Und dies auch noch – zumindest steuerlich – durchaus attraktiv. Denn die Finanzämter setzen nach Angaben der Zeitschrift „auto motor und sport“ zur Berechnung der Ein-Prozent-Regel die Listennotierung an. Dabei werde der Kaufpreis des Fahrzeugs aus dem Baujahr zu Grunde gelegt und nicht der in der Regel deutlich höhere Zeitwert des Wagens. Das wären beispielsweise für den berühmten Jaguar E aus den frühen 70er Jahren rund 14.000 Euro Kaufpreis im Vergleich zu einem heutigen Zeitwert von rund 40.000 Euro. Der zu versteuernde geldwerte Vorteil betrüge nur 140 statt 400 Euro. Doch bevor man sich auf die Jagd nach Klassikern oder Youngtimern macht – bei einem Vorkriegsfahrzeug dürfte es in aller Regel kaum möglich sein, eine sinnvolle dienstliche Nutzung darzustellen –, sollte man sich informieren. Zum einen raten alle Experten, sich im Vorfeld mit seinem Finanzamt abzusprechen, um unliebsame Überraschungen auszuschließen. Zum anderen sollte man bei der Auswahl des Fahrzeugs sehr sorgfältig vorgehen. Erst seit rund 15 Jahren haben Fahrzeuge einen gewaltigen Sprung vorwärts in Sachen Standfestigkeit, Haltbarkeit und Wartungsarmut gemacht. Umfangreiche Pflegedienste alle 5000 Kilometer waren noch vor 20 Jahren an der Tagesordnung. Und ein alle 10.000 Kilometer fälliger Kerzenwechsel mit Einstellen der fragilen Vergaser bei einem Jaguar ist richtig teuer und benötigt noch Kennerhände. Wer allerdings seine persönlichen Anforderungen auch mit einem weniger leistungsfähigen Fahrzeug abdecken kann, dem ist viel Spaß garantiert. Ein Ponton-Mercedes aus den späten 50er-jahren oder die kurz Göttin genannte Citroen DS – sie sind selbst im Stau ein Fahrerlebnis. Übrigens: Einen Vorläufer des heute topaktuellen adaptiven Kurvenlichts hatte die DS bereits 1968 serienmäßig eingebaut. Und noch eines ist garantiert: Man hat immer ein sympathisches Thema für den ersten Small-Talk beim Kunden. Und noch ein Vorteil: Mittlerweile kann man den Klassiker als Firmenfahrzeug auch bei einigen Anbietern leasen.

Fotohinweis: © Biscoc/PIXELIO auf www.pixelio.de

Leave a comment:

©2021 ExecutiveSurf | +44 2077291837 | Registered in England no. 1111 7389 - VAT. GB 291 0514 23